Strategien bis 2014
Die Kantonsbevölkerung wird bis 2015 um 8 % bzw. rund 95'000 Einwohnerinnen und Einwohner zunehmen. In den Städten wird die Bevölkerung bis 2015 um 6 % zunehmen, andererseits entstehen in diesen Gebieten die meisten neuen Arbeitsplätze. Ausserhalb der Städte wächst die Bevölkerung um 9 %, zudem nimmt die Anzahl der über 60-Jährigen überdurchschnittlich zu. Wegen der stärker wachsenden Bevölkerung und dem ungebrochenen Trend auf dem Land zu wohnen, werden die Verkehrsströme weiter zunehmen. Während die Zahl der Binnenpendler weiter abnimmt, nehmen die Pendlerströme in die Zentren und aus den Zentren in die stadtnahen Arbeitsplatzgemeinden weiter zu.
Die VZO setzen sich zum Ziel, die Hälfte des prognostizierten Mehrverkehrs, der nicht den Fussgängern und dem Veloverkehr zuzurechnen ist, zu übernehmen. Voraussetzung dazu ist der Ausbau der S-Bahn zwischen Uster und Zürich (neu S25) und zwischen Stäfa und Zürich (neu S20).
Da der Ausbau der S-Bahn erst im Jahre 2014 abgeschlossen sein wird, können die VZO die Nachfragesteigerung von 20 % während der Hauptverkehrszeiten nur bewältigen, indem:
- Das Fahrplanangebot in allen Oberland-Gemeinden zumindest während der Hauptverkehrs-zeiten zum 15-Minuten-Takt ausgebaut wird.
- Die Kapazitäten an Sitz- und Stehplätzen auf den stark belasteten Korridoren im Oberland und am rechten Seeufer stetig ausgebaut wird, d.h. zusätzliche Entlastungsbusse zum Einsatz kommen.
Pünktlichkeit, Anschlusssicherung, Sicherheit und Sauberkeit haben weiterhin hohe Priorität. Da das selbe Netz in Zukunft aber markant stärker beansprucht wird, ist der Aufbau einer professionellen und kantonal vernetzten Leitstelle nötig. Damit lassen sich bei betrieblichen Störungen schneller Lösungen finden, die einen Unterbruch der Transportkette vermeiden. Zudem können die Fahrgäste mit Bildschirmen und Durchsagen in den Fahrzeugen schneller und besser informiert werden. Die Leitstelle der VZO ist seit Dezember 2008 in Betrieb.
Zunehmender Handlungsbedarf besteht für die Gewährleistung der behinderungsfreien Fahrt der Busse durch die laufende Verkehrszunahme beim motorisierten Individualverkehr. Busse die häufig im Stau stecken bleiben, verlieren wegen verlängerten Reisezeiten an Attraktivität und infolge von Anschlussbrüchen sinkt die Zuverlässigkeit. Wo nötig streben die VZO Verkehrsregelungsanlagen und den Bau separater Busspuren an. Mit den Gemeinden und dem Kanton werden entsprechende Projekte lanciert.
Die Kosten der VZO sollen sich auch weiterhin innerhalb der Vorgaben des ZVV bewegen. Im Rahmen eines Benchmarks wird im 2008 erhoben, wo weitere Verbesserungen zu realisieren sind. Die VZO wollen weiterhin konkurrenzfähig bleiben um künftige Ausschreibung im weiteren Marktgebiet zu gewinnen bzw. um sich die Aufträge des Kantons Zürich und der Stadt Rapperswil-Jona zu sichern.
